Da sitze ich unter einer Kastanie, die Spatzen piepsen und ich grüble über einen Text über mich nach. Was könnte die Person interessieren, die das liest? Eine meiner tiefsten Überzeugungen? Was ich gerne mache? Meine Zukunftsvisionen?
Ich lasse mich gern berühren: Vom innersten Wesen eines Menschen. Vom Anblick unseres Kaninchens, wenn es mit flappenden Ohren über die Wiese hoppelt. Von achtsamen Händen. Von Liedern wie Spirit Bird oder den Klängen eines Cellos. Von den Küssen meiner Tochter und gekritzelten Dankesworten meines Sohnes. Von den leuchtenden Farben des Waldes nach einem Sommergewitter.
Ich begebe mich gern auf die Suche nach den richtigen Worten und labe mich an dem Wohlgefühl, wenn ich meine, sie gefunden zu haben. Ich freue mich über Wörter wie Himbeersirup. Abfläumling. Oszillieren.
Ich bin selig, wenn ich einen Raum und Zeit für mich habe, um an meinem Roman zu schreiben.
Ich schlafe, töpfere und tanze gern, ich mag Kuscheln und liebe es, unter achtsamen Berührungen dahin zu schmelzen und anderen Menschen durch meine Berührungen zu Glücksmomenten zu verhelfen. Ich bin gern am und im Wasser. Und lausche seinen Geräuschen. Zum Beispiel diesem leisen Unter-Wasser-Klicken und -Rieseln und -Klirren, wenn sanfte Wellen über Steine rollen. Lange kann ich Fischen zuschauen, die in den Untiefen eines Flusses gegen die Strömung schwimmen, am gleichen Ort immer, untermalt von tanzenden Lichtpunkten.
Ich verbringe gern Zeit mit meinen Mitmenschen und schätze den tiefen, ehrlichen Austausch.
Ich träume von unserer Erde als einem Ort, an dem die Menschen ihre Traumata heilen und wieder mit offenen Herzen leben können. Dass wir füreinander da sind im Schmerz. Dass wir Freude und Glück miteinander teilen und die Liebe frei lassen. Dass wir unsere Erde heilen und ihr Sorge tragen.
Dass die Kinder ihr Leuchten ins Erwachsenenleben mitnehmen.
Eine meiner tiefsten Überzeugungen? Sie hat mit dem Tod zu tun. Meine Schwester findet, ich könne nicht damit kommen, wo es doch um das Leben gehe. Aber ich stolpere immer wieder über ihn: Ich glaube, dass wir den Tod nicht zu fürchten brauchen. Das ist meine Überzeugung und sie trägt dazu bei, Vertrauen ins Leben zu haben. Dankbar zu sein für jeden neuen Tag. Und das in die Welt zu bringen, was meine Seele mir zuflüstert.
So langsam meine ich, begriffen zu haben, wozu ich hier bin. Schöner als mit den Worten von Ram Dass kann ich es nicht ausdrücken:
«If this is the beginning of the new, perfect Aquarian age, my work is to quiet my mind, to open my heart and relieve suffering. Or if this is Armageddon, the end of the world, my work is to quiet my mind, to open my heart and relieve suffering.»